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Weniger Bürokratie statt mehr Subventionen

 

Letzte Woche durfte ich mit Henning Lorang, Geschäftsführer von KLE Energie, über die aktuellen Herausforderungen der Energiewende sprechen. Sein Unternehmen war kürzlich in der ZDF WISO-Doku „Deutschland unter Strom“ zu sehen – einem spannender Beitrag, der zeigt: Die Technologie für erneuerbare Energien ist längst ausgereift, doch die Umsetzung scheitert oft an bürokratischen Hürden.

Grundsätzlich ist festzuhalten: Technisch ist vieles möglich, wirtschaftlich rechnet sich das Meiste schon längst. Doch komplizierte Vorschriften und lange Genehmigungsverfahren bremsen viele Projekte aus. 

 

Henning Lorang, der sich auch im Bundesverband Solarwirtschaft engagiert, fordert deshalb: „Wir brauchen weniger Bürokratie, nicht mehr Subventionen!“ Ein erster Erfolg des Verbands: Dank einer Gesetzesänderung entfällt für PV-Anlagen bis 270 kW das aufwendige Anlagenzertifikat.

 

Doch es gibt noch viel zu tun: Batteriespeicher könnten eine zentrale Rolle spielen, um Solar- und Windstrom gezielt zu speichern und bei Bedarf wieder einzuspeisen. Sie könnten das Stromnetz entlasten, Versorgungssicherheit erhöhen und fossile Kraftwerke ersetzen. Doch der regulatorische Rahmen verhindert eine effiziente Nutzung. Speicher dürfen derzeit oft nur eingeschränkt betrieben werden – etwa ausschließlich zur Eigenversorgung und nicht systemdienlich ins Netz einspeisend. Dabei wäre technisch genau das möglich. Positiver Nebeneffekt beim Bau von Batteriespeichern: Der Netzausbaubedarf würde drastisch sinken.

 

Auch die fehlende Digitalisierung bremst die Energiewende. In Deutschland haben gerade mal zwei Prozent der Haushalte intelligente Stromzähler - sogenannte Smart Meter, in Italien sind sie längst Standard.

Ein weiteres Problem: Fast 900 Verteilnetzbetreiber mit unterschiedlichen Vorgaben machen jeden Netzanschluss zum bürokratischen Hindernislauf. Hier braucht es dringend Vereinfachungen und einheitliche Standards.

 

Fazit: Die Lösungen für eine klimaneutrale Energieversorgung sind da – jetzt muss die Politik die Rahmenbedingungen anpassen, damit die Energiewende endlich Tempo aufnimmt. Den kompletten ZDF-Beitrag findet ihr übrigens in der Mediathek!

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